Weiße Perle am Ostseestrand

Bis 1901 mussten die Besucher des Urlaubsortes Sellin eine anstrengende Anreise in Kauf nehmen: Bewohner brachten die Gäste mit Segelbooten an Land, ein nicht ganz ungefährliches Unternehmen. Um das Anlanden zu erleichtern, errichtete die Gemeinde zunächst einen kleinen Landungssteg und fünf Jahre später eine Seebrücke, die am 2. August 1906 mit einem Wohltätigkeitskonzert feierlich eingeweiht wurde. Mehrfach wurde die Seebrücke durch Stürme und Eis stark beschädigt, zweimal sogar völlig zerstört. Nach mehreren Um- und Wiederaufbauten erhielt Sellin 1998 sein Wahrzeichen historisch genau nachgebaut zurück.
Die Fassade des im Stil der Bäderarchitektur errichteten Gebäudes ist klassisch ganz in Weiß gehalten. Bereits beim ersten Anstrich, 1998, setzte der Selliner Malermeister
Hans-Peter Hellbach auf Empfehlung der ausschreibenden Gemeinde auf den seidenglänzenden Kunstharzlack
Rubbol Ventura Satin. Er lässt sich leicht verarbeiten, trocknet schnell und ergibt hoch deckende und gut füllende, wetterbeständige Beschichtungen. Gerade letztere
Eigenschaft ist bei einem Bauwerk, das rund ums Jahr salzhaltiger Luft, Wind und Wasser ausgesetzt ist, von größter Bedeutung.
Bis zum aktuellen Neuanstrich vergingen neun Jahre. Jahre, in denen Wind und Wetter vor allem der Nordseite ziemlich zugesetzt hatten. Bei einem gemeinsamen Ortstermin mit dem Betreiber der Seebrücke, der Architektin und Bauleiterin, dem Bürgermeister, dem Technischen Berater bei Sikkens, Holger Christof, sowie dem Malermeister Hellbach - im Übrigen auch stellvertretender Bürgermeister von Sellin - wurde entschieden, die ganze Fassadenseite neu aufzubauen. Christof und Hellbach kennen sich und schätzen die Zusammenarbeit bereits seit zwanzig Jahren und auch der private Betreiber setzt auf Kontinuität, was Maler und Produkte betrifft.
Die neuen Bretter für die Nordseitenfassade wurden zunächst in der Werkstatt des Malerbetriebes Hellbach allseitig mit Cetol Aktiva BP imprägniert und mit Rubbol Grund plus gestrichen, bevor die Holzbretter wieder montiert wurden. An den anderen Außenseiten des Restaurantgebäudes besserten die fünf Maler die schadhaften Stellen aus, grundierten die Flächen und lackierten das ganze Gebäude mit einer Fassadenfläche von insgesamt 1.300 m2 zweimal mit Rubbol Ventura Satin plus. Drei Wochen dauerte die Arbeit bei bestem - trockenem - Wetter. Ein herrlicher Job sei dies gewesen, so Hans-Peter Hellbach: „Was gibt es Schöneres, als dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen?“ Dafür, dass die Besucher auch weiterhin das exklusive Ambiente auf der Selliner Seebrücke in voller Schönheit genießen können, wird Hans-Peter Hellbach sicher auch in Zukunft gerne sorgen.